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Smart Breakfast in Olten

Strategie und Geschäftsmodelle für Kabelunternehmen

Am Smart Breakfast von xseed.works haben sich in Olten Vertreterinnen und Vertreter von Kabelnetzunternehmen, Ausrüstern und Dienstleistern getroffen und im Rahmen von zwei Impulsreferaten über Strategien, Geschäftsmodelle und Netzentwicklung ausgetauscht. Dabei gab es kontroverse Diskussionen.

Eine wie immer kleine und feine Runde traf sich am Smart Breakfast von xseed.works. Diesmal war die Kabelnetz-Branche zu Strategie- und Netzentwicklung adressiert. Edi Knobel, Bereichsleiter Netze und Mitglied der Geschäftsleitung der EW Höfe AG in Pfäffikon SZ, berichtete aus der Praxis. Dabei liess er die Entwicklung des Verbundunternehmens Revue passieren vom Kabelnetzanbieter hin zum Telekom-Infrastruktur-Unternehmen mit offenem Netz und eigenem Quadrupleplay-Angebot. Mit dem Verkauf des Kabelnetzes an die damalige UPC und dem Bau eines offenen FTTH-Netzes gingen die EW Höfe einen eher unüblichen Weg. Dieser hat sich für Edi Knobel gelohnt: Er sieht sein Unternehmen heute als konkurrenzfähigen Telekomanbieter mit einem attraktiven Angebot für Privat- und Geschäftskunden. Und nicht zuletzt profitiert das Verbundunternehmen von Synergien zwischen Telekom und Energie, insbesondere in den Bereichen Vermarktung, Smart Metering und Smart Grid.

Peter Grupp von xseed.works hat einen Ausblick auf die nächsten zehn Jahre gewagt. Seine Thesen zur Positionierung von Kabelnetzunternehmen:

  • Netze und Dienste müssen wegen ihrer unterschiedlichen Charakteristika bezüglich Investitionszyklen, Konkurrenzsituation und technischer Entwicklung getrennt betrachtet werden.
  • HFC-Netze müssen mittel- bis langfristig zu FTTH-Netzen migriert werden. Nur so bleibt der Anbieter konkurrenzfähig. Die Alternativen haben nur noch kurzfristigen Zeithorizont: Netzverkauf oder die Cashcow Kabelnetz melken, solange sie noch Milch gibt. Denn die Weiterentwicklung der HFC-Technologie wird langfristig zu kostspielig und nur schwer kalkulierbar.
  • Die Zeit für die Positionierung ist knapp. Denn die nächsten Investitionsschritte werden wohl schon in einigen Jahren anstehen, deren Umfang ist schwer kalkulierbar und die Konkurrenz ist sehr aggressiv und erfolgreich am Markt.

Beide Referate wurden von den Teilnehmern engagiert diskutiert. Es war interessant zu sehen, wie je nach aktueller Position der vertretenen Unternehmen unterschiedliche Entwicklungspfade als für sie passend angesehen wurden. So ging auch während des gemeinsamen Frühstücks der Gesprächsstoff nicht aus.

Die Smart Breakfasts sind regelmässig stattfindende Branchentreffs. Sie bieten nebst aktuellen Informationen und Einschätzungen von xseed.works Praxiserfahrung verschiedener Unternehmen aus den Bereichen Energieversorgung, Telekommunikation und Smart Grid/City. Und nicht zuletzt sind die Frühstücksevents eine gute Gelegenheit fürs Networking und das Auffrischen bestehender Beziehungen.

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